Kennenlern-Shooting mit Denise :-)

Seit Jahresbeginn suche ich wieder nach Fotomodellen, denn neben meinen beiden Stamm-Modellen Denise und Carmen könnte ich noch ein blondes Model gebrauchen. 😉
In der Model-Kartei habe ich Denise aus Duisburg gefunden. Zwar nicht blond, aber trotzdem mit ihren kurzen brünetten Haaren und den hellen blauen Augen ein interessanter Typ, so daß ich mit ihr ein Treffen vereinbart habe. Da Denise noch keine 16 Jahre alt ist, wurde sie von ihrer Mutter begleitet. Außerdem haben wir uns in Duisburg verabredet, damit sie sozusagen ein Heimspiel hat. 😉 Normalerweise treffe ich mich mit dem Fotomodel immer zuerst vorab, um sich etwas kennenzulernen und ein mögliches Shooting zu besprechen. In diesem Fall haben wir aus Termin- und Wettergründen den Innenhafen gewählt, um gleich die Option zu haben, ein kleines Probe-Shooting durchführen zu können. Es war zwar recht kalt und windig, aber das Wetter spielte ansonsten noch mit, so daß wir tatsächlich das Kennenlernen mit einem Shooting verbinden konnten. Denise hatte Kleidung und Accessoires zum wechseln dabei, deshalb konnten wir gleich ein paar unterschiedliche Portrait- und Fashion-Aufnahmen machen.
Dieses mehr oder weniger unvorbereitete Shooting war sehr vielversprechend. Denise ist ein lockerer umgänglicher Typ, der auch selbst Ideen einbringt. Sie hat sich bereits aus Modezeitschriften grundlegendes Posing angeeignet sowie Ideen gesammlt. Außerdem fotografiert sie selbst auch ein wenig, so daß sie Interesse für die Fotografie und technische Verständnis mitbringt. 🙂
Ich hoffe, daß es auch mit ihr zu einer längerfristigen Zusammenarbeit kommt. Sie hat Potential als Model, und wir könnten sicher gemeinsam noch manches interessante Projekt umsetzen.
Outdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in Duisburg

Fotomodel Denise: Sedcard Model-Kartei

Sportfotografie bewußt „trainieren“

Zum Einstieg sollte man sich bewußt eine Spielsituation heraussuchen, von der man weiß, daß sie gut in Szene zu setzen ist. Man konzentriert sich fotografisch z.B. auf den Freistoß beim Fußball oder die Strafecke beim Hockey. Was ist der beste Standort? Welche Perspektive bietet er? Mit welchen Einstellungen lassen sich die Motive gut in Szene setzen?
Durch die Konzentration auf bestimmte Spielsituationen kann man sein fotografisches Wissen und Können schneller ausbauen, als wenn man versucht alle Situationen gut einzufangen oder was noch schlimmer ist, einfach darauflos knipst. Wenn man so eine typische Spielsituation nach der anderen aufarbeitet, ist man nach einiger Zeit bestens gerüstet für die nächste Saison. 😉
Genauso wie in der Portraitfotografie, bei der man mit jedem Shooting, mit jedem neuen Model und jeder neuen Location und Lichtsituation hinzulernt, will auch bei der Sportfotografie die „Meisterschaft“ erarbeitet werden. Das gelingt selten in einer Saison, schon gar nicht in einem Spiel. 🙂

Portraitfotografie beim Sport ;-)

Zum Sport gehören auch Gefühlsausbrüche wie Jubelschreie, die Tränen der Enttäuschung oder ein Siegerlächeln. Man sollte also nicht nur darauf achten Kraft, Körperbeherrschung und Technik im Bild einzufangen, sondern auch den Menschen dahinter in Szene zu setzen.
Gerade die Gesichter sind es, auf denen sich Anstrengung und Schmerz, Konzentration und Leidenschaft aber auch Triumph oder Niederlage widerspiegeln. Man sollte versuchen, an die Sportler heranzugehen, und aus ihnen Persönlichkeiten zu machen. Das gelingt einem bei einem Unbekannten Athleten aus der lokalen Szene sogar besser als beim bekannten Superstar. Denn hierbei fällt der Bekanntheitsgrad weg, und man betrachtet den Menschen neutraler und vorurteilsfreier auf dem Bild, so daß die Szene unverfälschter erscheint.
Wie bei der Portraitfotografie üblich, ist auch hier die selektive Schärfentiefe ein gutes Stilmittel, um das Gesicht freizustellen, und störende Bildelemente zu entfernen. Je näher man ans Motiv geht, desto dichter wird die Mimik, die Gestik und der Ausdruck gezeigt, umso intensiver wirkt das Bild.
Auch zwischenmenschliche Situationen sind es, die den Sport ausmachen. Man sollte die Augen offen halten nach menschlichen Gesten, sie bieten ein hervorragendes Motivpotential, z.B. der Sieger, der den Verlierer tröstet, der der Sportler, der einem verletzten Konkurrenten hilft usw. Schlechtes Benehmen oder Diskussionen mit Schiedsrichtern oder Offiziellen sind ebenfalls gute fotografische Themen.

Ungewöhnliche Perspektiven nutzen

Der Mensch ist es gewohnt, alles aus stehender Position anzuschauen, also ungefähr aus einer Höhe von durchschnittlich 1,70m. Deshalb wählen vermutlich genau diese Perspektive viele Sportfotografen, und verpassen dabei eine Menge außergewöhnlicher Aufnahmen. Der Hobby-Fotograf unter den Zuschauern hat meistens keine andere Möglichkeit, aber der Fotograf, der sich intensiver mit der Sportfotografie beschäftigt oder sogar beruflich unterwegs ist, sollte versuchen, auch mal eine andere Perspektive zu wählen. Das erfordert hin und wieder auch körperlichen Einsatz, den nicht jeder gewillt ist zu erbringen. 😉
Szene beim Ringen: Wurf knapp über der MatteJe näher man am Geschehen ist, desto tiefer sollte man gehen. In größeren Stadien gibt es z.B. extra Gräben für Fotografen. Ansonsten kann ein Falthocker nützlich sein, wie er auch von Anglern verwendet wird. Sehr stabil sowie klein und handlich verpackt sind die Hocker von Walkstool (z.B. Comfort 55 cm). Manchmal ist sogar noch ein Hocker zu hoch bzw. aus Platzgründen nicht einsetzbar, dann kommt man nicht daran vorbei sich hinzuknien. Über einen längeren Zeitraum ist das allerdings sehr unbequem, wenn nicht sogar schmerzhaft. Hier helfen Knieschoner wie sie z.B. von Handwerkern verwendet werden. Dieses Zubehör bekommt man günstig in jedem Baumarkt. 🙂
Nicht nur in der Sportfotografie, sondern auch in den anderen Bereichen der Fotografie kann es sich lohnen neue Perspektiven auszuprobieren. Vielleicht entwickelt sich daraus sogar ein eigener Stil, und man erhält Bilder mit einer individuellen Note.

Das inszenierte Portrait

Im Grunde ist jede Portraitaufnahme gestellt, wenn es sich nicht gerade um einen Schnappschuß handelt. Beim inszenierten Portrait spielt aber die Persönlichkeit des Fotomodels keine große Rolle mehr, sie hat sich der Inszenierung unterzuordnen. Das Model wird zum Schauspieler und spielt eine Rolle, die ihm der Fotograf (sozusagen als Regisseur) zugedacht hat.
Chris mit Make-up und Hairstyling im Stil einer GeishaDie Möglichkeiten beim inszenierten Portrait sind so zahlreich wie die Ideen und Fantasien des Fotografen. Im Regelfall wird in der freien Arbeit des Fotografen eine Bildidee umgesetzt, angefangen von wenig aufwendigen Darstellungen bestimmter Emotionen bis hin zum aufwendigen Set mit Maskenbildner und Kostümen. Das Model sollte zur Bildidee passen und auch ein bißchen Begeisterung für das Projekt mitbringen. Von der Location über Make-up und Hairstyling bis hin zur Kleidung und den Lichtverhältnissen ist alles sorgfältig aufeinander abzustimmen. Dieser Aspekt der Portraitfotografie erfordert viel Planung und Vorbereitung. Oft trägt der Fotograf eine Bildidee über einen längeren Zeitraum mit sich herum, und sucht nach den passenden Fotomodellen und der geeigneten Location. Hierbei ist Geduld gefragt, bis alle Komponenten gut zueinander passen.