Sinnvolles Zubehör – Transportmittel

Je nach Umfang der Ausrüstung und des persönlichen Geschmacks wird man zum Transport auf Tasche, Rucksack oder Koffer zurückgreifen. Gerade für Freiluft-Veranstaltungen kann hier ein stabiler, wasserdichter Koffer nützlicher sein als eine Tasche oder Rucksack. Den Koffer kann man z.B. auch zusätzlich als Hocker-Ersatz oder als Tisch für den Laptop einsetzen. Benötigt man für eine Veranstaltung keine große Ausrüstung, greift man eher zur Tasche, vor allem bei Hallenveranstaltungen oder wenn die Wetterverhältnisse es beim Außeneinsatz erlauben. Dadurch spart man ein paar Kilogramm Gewicht, und wenn man die Ausrüstung eine längere Strecke zu transportieren hat, weil man vielleicht häufiger den Standort wechselt, macht sich das durchaus bemerkbar. Falls man bei einer Veranstaltung in unwegsamen Gelände unterwegs ist, kann sogar ein Rucksack sinnvoll sein, so daß man zumindest eine Hand noch frei hat.

Rückblick auf meine Fotografen-Laufbahn

Aus den vorherigen Beiträgen ist zu erkennen, wie ich nun innerhalb von knapp vier Jahren die Stufen vom Freizeitfotografen zum Fotojournalisten durchlaufen habe. Wie man sehen kann, ist es ein ständiges Auf und Ab. Es dauert seine Zeit, bis man seinen Platz gefunden hat. Hinzu kommt, daß man im beruflichen Umfeld weniger mit fotografischen oder technischen Schwierigkeiten zu tun bekommt, sondern vielmehr mit dem Finanziellen zu kämpfen hat, man ist immer auf der Suche nach neuen Vertriebswegen und Verkaufsmöglichkeiten. Und obwohl es viel Zeit, Energie und Geld kostet, man fast kein Privatleben hat, und es auch wenig gesundheitsförderlich ist bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, so macht es doch trotz allem Spaß. Es gibt immer wieder die Phase, in der ich mich frage, warum ich mir das antue für das kärgliche Honorar. Wenn ich dann aber sehe, wo meine Bilder veröffentlicht werden, zwischendurch immer wieder zu hören bekomme, wie gut die Fotos sind, und sich dann unverhofft jemand meldet und fragt, ob er Bilder für diese oder jene Verwendung kaufen kann, dann weiß ich, warum ich auch am nächsten Wochenende wieder in den Stadien und Sporthallen unterwegs sein werde. Einerseits sagt der Verstand, daß ich besser aufhören sollte, aber sobald einmal etwas weniger los ist, fehlt mir etwas. Klingt irgendwie fast schon nach Anzeichen einer Sucht, oder?
Ich hoffe, dieser kurze Einblick in meinen fotojournalistischen Lebenslauf hat nicht zu viele Leute abgeschreckt. Aber eine kleine Warnung sollte es schon sein, denn aus Gesprächen mit Hobbyfotografen habe ich den Eindruck gewonnen, daß viele zu blauäugig an die Sache herangehen, und die Arbeit extrem unterschätzen. Das ganze ist ein Geschäft, und wie bei jeder Eröffnung sind ein Plan und einige Investitionen notwendig, um überhaupt erst einmal anfangen zu können. Es gibt keine Aktion »Deutschland sucht den Super-Fotografen« bei der man eine komplette Ausrüstung und Aufträge bis ans Lebensende gewinnen kann. Selbst wenn, es würde auch hierbei nur einer gewinnen können, und was machen die anderen? Hart arbeiten für ihren Erfolg. Dabei reicht es eben nicht nur aus, gute Fotos zu machen. Ein wenig kaufmännisches Grundverständnis sollte auch vorhanden sein, denn die Bilder wollen ja an den Mann oder die Frau gebracht werden. Ohne ständige Werbung, ohne Kundenakquise wird man kaum Bilder verkauft bekommen. Leider geht dabei manchmal viel Zeit verloren, die man lieber ins Fotografieren investieren würde.

Sportfotografie beim Hockey

Szene beim Feldhockey: ZweikampfFeldhockey gehört ebenfalls zu den Mannschaftssportarten, die unter freiem Himmel gespielt werden. Obwohl die deutschen Mannschaften bei den Damen und Herren international sehr erfolgreich sind, sei es bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen oder in der Champions League, hält sich das Zuschauerinteresse in den nationalen Ligen in Grenzen. Somit hat man auch hier gute Chancen, selbst in der 1.Bundesliga am Spielfeldrand fotografieren zu dürfen. Das Spielfeld ist zwar etwas kleiner als beim Fußball oder American Football, aber ansonsten hat man es mit den gleichen Wetter- und Lichtverhältnissen zu tun. Wie sonst auch, sollte man Gegenlicht vermeiden. Das führt zu Lichtreflexen und schwachem Kontrast in den Aufnahmen. Deshalb sollte man seinen Standort auch nach Sonnenstand bzw. -verlauf wählen und nach Möglichkeit eine Perpektive mit der Sonne im Rücken suchen.
Szene beim Feldhockey: ZweikampfEinen Fußball abzubekommen kann schon recht unangenehm sein, aber die Bekanntschaft mit dem kleinen harten Hockeyball kann sehr schmerzhaft werden, daher sollte man immer dieses Spielgerät im Auge behalten. Aus diesem Grund wird man auch nicht die Aufnahmeposition während des Spiels unnötigerweise wechseln, selbst wenn es die Platzanlage zuläßt. Ein guter Standort ist im Bereich zwischen Viertel- und Mittellinie. Von dort hat man die Zweikämpfe im Mittelfeld wie am Schußkreis und Torszenen im Blickfeld, sowie die Strafecken und die Trainerbänke. Aus dieser Perspektive erhält man neben den üblichen Trainerbildern noch zusätzliche Motive während der Auszeiten, da sich die Mannschhaft meistens direkt in Nähe der Ersatzbank versammelt.
Szene beim Feldhockey: Zweikampf vor dem Tor mit FlugeinlageFür den Anfang reicht die altbekannte Allzweckwaffe, das mittlere 70-200mm Objektiv fast aus. Mit einem 300mm Objektiv erreicht man sogar den Schußkreis am anderen Spielfeldende, und deckt dann das gesamte Spielfeld ab. Hockey ist ebenfalls eine schnelle Sportart, so daß man wieder mindestens mit 1/640s zu arbeiten hat. Blende und ISO-Wert sind entsprechend den vorhandenen Lichtverhältnissen zu wählen. Wie auch bei anderen Sportarten im Freien, wird man vor Spielbeginn mit ein paar Probeaufnahmen die beste Belichtungseinstellung für die gegebene Lichtsituation suchen. Falls notwendig, ermittelt man Einstellungen für die sonnigen Bereiche wie für die Schatten, genauso wie für den Bereich der Ersatzbank.
Szene beim Feldhockey: Trainer am Spielfeldrand, unzufrieden mit Schiedsrichter-EntscheidungEine Besonderheit gibt es beim Hockey aufgrund des Spielgeräts. Man wird die Spieler in Aktion im Regelfall in gebeugter Haltung aufnehmen, egal ob bei Zweikämpfen, Schlenzbällen oder Dribblings. Daher ist hier eine niedrige Aufnahmeperspektive sinnvoll. Da man kaum das ganze Spiel über knieend oder hockend verbringen kann, ist hier ein Falthocker nützlich. Damit ist man auf Augenhöhe mit den Spielern und sitzt zudem bequem. Nicht gerade kostengünstig, aber dafür qualitativ hochwertig sind die Hocker von Walkstool. Wer häufig in sitzender Position fotografiert, sollte sich das Angebot einmal anschauen, er wird dieses Zubehör zu schätzen lernen. 😉

Fotografieren beim American Football

Im laufenden Monat startet die neue American Football-Saison. Bei dieser Sportart kommt es noch mehr darauf an, das man die Regeln halbwegs kennt und auch mit den taktischen Möglichkeiten ein wenig vertraut sein sollte. Nicht umsonst wird American Football auch als „Rasenschach mit Menschen“ bezeichnet.
Szene beim American Football: Ein Laufspiel wird gestopptAls Zuschauer ist es schon schwierig den Spielzügen zu folgen, und zu erkennen wo der Ball sich gerade befindet. Möchte man American Football fotografieren, sollte man aber annähernd vorausahnen können, was passieren könnte. Ist eher ein Laufspielzug oder ein Passspiel zu erwarten? Wer könnte der Paßempfänger sein? Das Spiel ist zu schnell, um einfach nur zu reagieren, vor allem dann, wenn der Ball viele Yards das Spielfeld entlang geworfen wird.
Versucht man dem Ball zu folgen, wird es kaum gelingen, oft sieht man ihn gar nicht, z.B. bei Laufspielen oder Täuschungsmanövern. Man hat also vorher zu entscheiden, ob man den Quarterback beobachtet, um den Wurf einzufangen oder die mögliche Ballübergabe an den Runningback, oder ob man den Paßempfänger (Receiver) beobachtet, um das manchmal spektakuläre Fangen des Balles zu fotografieren.
Da das Spielfeld die Ausmaße eines Fußballfeldes hat, wird man von der Zuschauertribüne aus kaum gute Bilder machen können. Deshalb bleibt einem nur der Spielfeldrand. Nachdem die NFL Europe seit 2007 den Spielbetrieb eingestellt hat, gibt es „nur noch“ den normalen deutschen Ligenbetrieb von der Bundes- bis zur Landesliga. Für den Amateurfotografen ergeben sich damit aber immer noch genügend Gelegenheiten, denn die Stadien bzw. die Sportart sind nicht gerade von Fotografen überlaufen. Deshalb bekommt man nach freundlichem Nachfragen sehr wahrscheinlich die Erlaubnis vom Spielfeldrand aus zu fotograferieren, selbst in den höchsten Ligen.
Szene beim American Football: Ballübergabe des Quarterback an den RunningbackAllerdings gibt es am Spielfeldrand keinen Standort, von dem man das gesamte Spiel gut im Überblick hat, egal welche Brennweiten man einsetzt. Im Gegensatz zum Fußball stehen die Spieler beim Amercian Football etwas geballter in einem kleineren Bereich und erscheinen auch massiger. Man sollte also nach Möglichkeit immer auf Ballhöhe bleiben. Das hat aber auch den Vorteil, daß man z.B. bereits mit einem mittleren Teleobjektiv von 70-200mm gut über die Runden kommt. Nur für wirklich lange Pässe über fast das ganze Feld benötigt man ein 300 oder 400mm Objektiv.
Szene beim American Football: Ein Paß wird abgefangen (Interception)Der Ball wird vor jedem Spielzug vom Schiedsrichter aufs Feld gelegt, an diesem Anspielpunkt kann man sich leicht orientieren, um den geeigneten Standort zu finden. Außerdem wird am Spielfeldrand durch zwei Marker die 10-Yard-Zone angezeigt, die mindestens in vier Versuchen zu überwinden sind. In diesem Bereich ist das hauptsächliche Geschehen zu erwarten. Abgesehen vom Laufspielzug prallen dort die Offense und Defense aufeinander. Falls man einen Passspielzug erwartet, kann man noch ein paar Meter in Angriffsrichtung weitergehen, wenn man denn den Receiver besser ins Bild bekommen möchte.
Da während des Spiels je nach Spielsituation das komplette Team auswechselt wird (Offense, Defense und Special Team), mehrere Trainer aktiv beteiligt sind, und man am Feldrand in unmittelbarer Nähe der Teamzone ist, lonht sich immer wieder ein Blick in diese Richtung. Dort findet man Motive, die es bei anderen Sportarten sonst nicht zu sehen gibt. Außerdem gibt es am Spielfeldrand sogar in den untersten Ligen immer wieder hübsche Mädels zu fotografieren, nämlich die Cheerleader. 🙂
Szene beim American Football: Laufspielzug im RegenDa Football eben in denselben Stadien gespielt wird wie Fußball, hat man mit den gleichen Wetter- und Lichtverhältnissen zu rechnen wie sie sich eben bei Außenaufnahmen ergeben können (Sonne, Schatten, Regen usw). Aufgrund der Schnelligkeit bei dieser Sportart, benötigt man wieder Belichtungszeiten von 1/640s und schneller. Um dies unter allen Bedingungen zu erreichen, braucht man auch hier lichtstarke Objektive und ggfs. hohe ISO-Werte und damit eine möglichst rauscharme Kamera.
Szene beim American Football: taktische Besprechung während einer AuszeitEine besondere Herausforderung ist das Fotografieren der Gesichter der Spieler. Zum einen fällt durch den Helm oft ein Schatten aufs Gesicht, zum anderen sind selbst in Deutschland mittlerweile einige dunkelhäutige Spieler im Einsatz. Damit das Gesicht nun nicht unterbelichtet wird, ist meistens eine Belichtungskorrektur von 1/3 bis 2/3 Blenden notwendig, um eine leichte Überbelichtung zu erzielen, und das Gesicht somit erkennbar zu machen. Wie immer bei wechselnden Lichtverhältnissen oder schwierigen Lichtsituationen sollte man ein paar Testaufnahmen machen, um die besten Belichtungswerte zu ermitteln.
Szene beim American Football: kurz vorm Spielzugbeginn (Snap)American Football ist sicher keine Sportart für den Einstieg in die Sportfotografie. Neben einer guten Ausrüstung benötigt man auch sehr gute Kenntnisse über die Sportart und das Spiel ansich. Dafür ist es eine faszinierende Sportart, die nicht alltägliche Motive bietet.

Im Nordpark mit Carmen

Outdoor-Shooting mit Carmen im Nordpark DüsseldorfNachdem Carmen beim Schnee-Shooting aus Termingründen nicht teilnehmen konnte, haben wir jetzt die Zeit und ersten Frühlingstage genutzt, für unser erstes Foto-Shooting 2010. 🙂
Da aktuell die Landschaft allgemein noch nicht sehr grün ist, und auch noch wenig Blumen blühen, habe ich als Location den Nordpark in Düsseldorf ausgesucht. Dort gibt es neben den üblichen Grünanlagen und Blumenbeeten eben auch genügend andere Kulissen wie Springbrunnen, Wasserspiele, Steinarkarden oder den japanischen Garten. Damit hatten wir reichlich Auswahl für unterschiedliche Szenen bei unserem „Foto-Spaziergang“. Diese kurzen Outdoor-Shootings mit einer Dauer von ca. 1,5 bis 2 Stunden reichen mir in den meisten Fällen vollkommen aus. Vor allem dann wenn man entweder ein neues Model kennenlernen oder eine neue Location testen möchte. 😉 Außerdem ist es abwechselungsreicher, wenn ich wie in diesem Fall mit demselben Fotomodel häufiger zusammenarbeite. Wir können dieselben Aufnahmeorte zu verschiedenen Jahreszeiten besuchen, und finden im Regelfall unterschiedliche Aufnahmebedingugen vor. Abgesehen davon, kann ich das Model in verschiedenen Outfits passend zur Umgebung und Saison aufnehmen. Ich bevorzuge eben den einfachen Weg, es wäre natürlich auch möglich im Sommer Aufnahmen mit Wintermantel zu machen, und per Bildbearbeitung für eine Winterkulisse zu sorgen. 😉
Outdoor-Shooting mit Carmen im Nordpark DüsseldorfMit dem Wetter hatten wir Glück, obwohl Regen vorhergesagt war, blieb es die ganze Zeit über trocken. Zwischendurch schien sogar immer wieder die Sonne, was sogar etwas nachteilig gewesen ist, fotogafisch betrachtet. Die ständigen Wechsel der Lichtverhältnisse erschwerten ein wenig die Aufnahmebedingungen, deshalb nutze ich immer das RAW-Format bei Foto-Shootings. Damit habe ich die Möglichkeit, im nachhinein bei der Bildbearbeitung leichte „Belichtungsfehler“ einfacher zu korrigieren. Gerade bei Outdoor-Aufnahmen kann es schnell passieren, daß sich während der Aufnahme die Lichtverhältnisse ändern. Da verschwindet eben die Sonne ein wenig hinter den Wolken, oder kommt wieder hervor, so daß man es vielleicht gar nicht immer sofort bemerkt. Man konzentriert sich auf den Aufnahme, und achtet dabei zwar auf den Bildausschnitt, das Model, die Pose und den Hintergrund, aber die Abweichung zu den zuvor gewählten Belichtungswerten fällt nicht auf. 🙁 Plötzliche Lichtwechsel bemerkt man hingegen sofort, spätestens dann, wenn es irgendwie dunkel wird um einen herum oder das Model blinzelt bzw. die Augen zukneift, weil die Sonne blendet. 😉 Jenachdem wie groß die Wolke ist, die vorbeizieht, wartet man entweder ab oder stellt neue Belichtungswerte ein. In diesen Situationen ist die Arbeit Draußen eben etwas aufwendiger als im Studio, dort hat man kontrollierte Lichtverhältnisse.
Outdoor-Shooting mit Carmen im Nordpark DüsseldorfIch habe auch wieder den Aufsteckbliz verwendet, um Spitzlichter in die Augen zu bekommen, dadurch wirkt das Bild einfach lebhafter. Große Wechsel der Kleidung waren auch bei diesem Shooting nicht geplant, trotzdem ist es sinnvoll, wenn das Model Accessoires oder eine weitere Jacke mitbringt, um eventuell je nach Hintergrund eine farbliche Variante in der Kleidung verfügbar zu haben. Bei diesem Shooting paßte Carmens neutrales schwarze Oberteil gut zur Umgebung und die türkisfarbene Jacke harmonierte mit dem gelb-grünen Baum. 🙂
Nach den vielen Shootings in den verschiedenen Parks, werde ich jetzt nach anderen Location-Möglichkeiten suchen. Man sollte den Models hin und wieder eine neue Herausforderung bieten, damit es nicht langweilig wird. 😉 Es bietet sich vielleicht eine städtische Umgebung an wie die Altstadt oder Königsallee in Düsseldorf, eventuell auch der Medienhafen. Interessant ist sicher auch eine Industriebrache wie der Landschaftspark Duisburg. Und der Innenhafen bietet ebenfalls noch ein paar Shooting-Möglichkeiten.
Nachdem ich bereits etliche Requisiten besorgt habe, und auch schon am „Drehbuch“ arbeite, nimmt jetzt das Abenteuer-Shooting an der Burg Linn langsam Form an. Auch einen Termin habe ich bereits ins Auge gefaßt, so daß ich nun nach den Fotomodellen und einer Visagistin suchen kann. 🙂

Fotomodel Carmen: Sedcard Model-Kartei