Aufnahmemodus: manuell oder Halbautomatik

Jede Kamera bietet verschiedene Aufnahmemodi mit unterschiedlichen Stufen der manuellen Eingreifmöglichkeiten an.
Der Programm-Modus ist eine Automatik, bei der die Kamera die vollständige Belichtungskontrolle übernimmt. Abhängig von der Qualität der gewählten Kamera ist ein solcher Modus für die meisten Schnappschüsse in alltäglichen Situationen geeignet. Für die Aufnahme von Action-Szenen in der Sportfotografie ist diese Vollautomatik allerdings unbrauchbar.
Der angehende Sportfotograf benötigt zumindest die sogenannten Halbautomatiken, die eine gewisse manuelle Kontrolle erlauben.
Bei der Zeitautomatik (auch Blendenpriorität genannt) kann man eine bestimmte Blende wählen, die Kamera passt dann die notwendige Belichtungszeit für ein richtig belichtetes Bild automatisch an.
Bei der Blendenautomatik (auch Zeitpriorität genannt) gibt man eine Belichtungszeit vor, die Kamera wählt dann die zur korrekten Belichtung notwendige Blendenöffnung aus.
In den meisten Fällen wird man mit den Halbautomatiken ausreichend manuelle Kontrolle über die Belichtung haben und gute Resultate erzielen. Um aber die maximale Kontrolle zu erhalten, sollte das Kameramodell auch einen Modus ermöglichen, in dem man dann Blende und Zeit selbst vorgeben kann.
Heutzutage verfügt jede Spiegelreflexkamera, auch in den unteren Preiskategorien, über diese drei wichtigen Modi (manuell, Zeit- und Blendenautomatik).

Kaufberatung (2)

Nachdem nun die ersten Entscheidungen zu Budget und Typ getroffen wurden, hat man sicher schon eine bestimmte Kameraklasse, vermutlich sogar schon bestimmte Modelle im Visier. Nun vergleicht man die Ausstattungsmerkmale, um die Auswahl zu verfeinern. Die nächste große Filterung erfolgt mit der Festlegung der gewünschten Auflösung.

Welche Auflösung ist notwendig?

Die Hersteller digitaler Kameras versuchen, nach einer einfachen Auflösungsregel ihre Kameras zu verkaufen: mehr ist besser. Das stimmt aber nicht immer.
Mehr Pixel bedeuten zwar eine höhere Auflösung, was mehr Details bedeutet, was ein besseres Bild zur Folge hat. Dennoch kann die Qualität eines einzelnen Pixels ebenso große Bedeutung haben wie ihre Anzahl. Eine hochwertige Kamera mit einer schwachen Optik erzeugt einen Haufen qualitativ lausiger Pixel. Deshalb ist es wichtig, sich nicht grundsätzlich dem allgemeinen Pixelwahn hinzugeben.
Für Pixel zu bezahlen, die man nicht benötigt, ist Geldverschwendung. Anstatt die größtmögliche Anzahl an Pixel zu kaufen, ist vorab zu überlegen, wie man seine Bilder präsentieren möchte und danach entscheidet, welche Auflösung man dafür braucht.
Bei den meisten Motiven genügt für einen 20×30-Abzug, also ca. DIN A4, eine Auflösung von 2-3 MPixel.
Die tatsächlich benötigte bzw. sinnvolle Auflösung hängt allerdings auch vom Betrachtungsabstand und dem Kontrast des Bildes ab. Je geringer der Kontrast in einem Bild ist, desto geringer darf die Auflösung sein ohne daß eine fehlende Detailschärfe sichtbar wird. Höhere Auflösungen bringen nur dann eine zusätzliche sichtbare Schärfe, wenn man näher an das Bild heran geht und entsprechende Ausschnitte betrachtet.
Weil größere Ausdrucke in der Regel aber aus größerer Entfernung betrachtet werden, wird die Auflösungsanforderung (in Pixel/cm oder Pixel/Inch) mit größer werdender Ausgabe in der Regel geringer. Das menschliche Auge hat nur ein begrenztes Auflösungsvermögen. Man kann z.B. ein 60cmx40cm-Bild mit nur 200 Pixel/Inch drucken lassen, weil es von weiter weg betrachtet wird als ein 10cmx15cm-Bild, welches eher 300 Pixel/Inch erfordert.

Mit einer höheren Auflösung kauft man allerdings mehr als nur die Möglichkeit, größer zu drucken. Mit einer höheren Auflösung erhält man mehr Möglichkeiten, das Bild auf Ausschnitte zu begrenzen und diese dann auf die gewünschte Ausgabegröße zu bringen, ohne Qualität zu verlieren.
Eines sollte man aber beachten, eine höhere Pixelzahl ergibt subjektiv nicht auch eine ebenso größere Ausgabefläche. So ergeben 50% mehr Pixel in einer Kamera nur 22,5% mehr Kantenlänge, das ist eine Veränderung von 20x30cm auf ca. 24,5×36,75cm. Dies ist nicht sehr viel, gibt allerdings besser Details bei gleicher Ausgabegröße wieder.
Man sollte also zuerst herausfinden, welches die bevorzugte und am meisten genutzte Ausgabegröße sein wird und wählt dann eine Auflösungsklasse höher. Dies bietet eine gute Qualität bei allen Anforderungen und zudem die Möglichkeit, manchmal doch auch Ausschnitte nutzen zu können.

Belichtungskontrolle

Früher hatten alle Kameras manuelle Einstellungsmöglichkeiten zur Belichtungskontrolle, denn Automatiken waren sehr teuer. Heute ist es umgekehrt.
Manuelle Kontrollen ermöglichen, daß man spezielle und schwierige Lichtsituationen meistern kann, um die richtige Licht- und Farbstimmung zu erhalten, wie z.B. starkes Gegenlicht oder schwach beleuchtete Situationen in der Abenddämmerung oder bei Kerzenschein. Selbst wenn man sich nicht zu den hoch ambitionierten Fotografen zählt, sollte man dennoch eine Kamera mit manuellen Belichtungskontrollen anschaffen, um von Anfang an gewappnet zu sein, ein breiteres Spektrum an Situationen meistern zu können.

Aufnahmemodi

Die meisten Kameras bieten verschiedene Aufnahmemodi mit unterschiedlichen Stufen der manuellen Eingreifmöglichkeiten.
Der Programm-Modus ist eine Automatik, bei der die Kamera die Belichtungskontrolle übernimmt. Abhängig von der Qualität der gewählten Kamera ist ein solcher Modus für die meisten der alltäglichen Situationen geeignet. Selbst reine Vollautomatik-Kameras bieten heute eine Reihe an wählbaren Voreinstellungen. Zum Beispiel einen voreingestellten Modus für Landschaftsaufnahmen, bei denen der Fokus auf „unendlich“ gestellt und eine kleine Blende gewählt wird, um maximale Schärfentiefe zu erzielen. Oder einen Portrait-Modus, bei dem im Gegensatz dazu die Kamera eine große Blende einstellt, um den Hintergrund unscharf zu machen, um so das Hauptmotiv herauszustellen.
Diese Programm-Modi erlauben keinen manuellen Eingriff, welcher aber manchmal die einzige Möglichkeit wäre, eine schwierige Lichtsituation zu meistern, um ein gutes Bild zu bekommen. Hochwertige Profi-Kameras bieten solche Programm-Modi gar nicht an, da professionelle Fotografen es vorziehen, die Belichtung grundsätzlich selbst zu bestimmen.

Um maximale Möglichkeiten zu erhalten, wählt man besser eine Kamera mit mehr als nur Programm-Automatiken. Schon die so genannten Halbautomatiken geben eine gewisse manuelle Kontrollen zurück.

  • Bei der Zeitautomatik (auch Blendenpriorität genannt) kann man eine bestimmte Blende wählen, die Kamera paßt dann die nötige Belichtungszeit für ein richtig belichtetes Bild automatisch an. Hierbei bieten allerdings nicht alle Kameras den vollen Blendenumfang zur Auswahl an.
  • Bei der Blendenautomatik (auch Zeitpriorität genannt) wählt man eine Belichtungszeit vor, die Kamera paßt dann die zur korrekten Belichtung notwenige Blendenöffnung an.

In den meisten Fällen wird man mit den Halbautomatiken ausreichend manuelle Kontrolle über die Belichtung haben und gute Resultate erzielen. Aber trotzdem: um maximale Kontrolle über die Belichtung zu erhalten, sollte man nach einem Kameramodell Ausschau halten, welches auch eine volle manuelle Kontrolle zulässt. In dem Fall kann man dann Blende und Zeit selbst vorgeben.

Auch wenn man zu Beginn vielleicht die meiste Zeit mit der Vollautomatik arbeitet, so ist es doch angebracht, die Modi mit manuellen Eingriffsmöglichkeiten schnell und einfach zu erreichen. Idealerweise geschieht das über eine Wahlmöglichkeit am Kameragehäuse, z.B. ein Wahlrad. Einige Kameras bieten keine solche externe Wahlmöglichkeit und man muß sich dann per Menü auf dem Display zum gewünschten Modus durcharbeiten. Wenn man in Situationen fotografiert, in denen schnelle Programmwechsel erforderlich sind, ist es sinnvoll, zu einer Kamera mit externer Moduswahl zu greifen.

Verschiebungsautomatik und Belichtungskorrektur

Durch die Wahl der Verschlussgeschwindigkeit und der Größe der Blendenöffnung regelt man, wieviel Licht auf den Bildsensor gelangt. Das oberste Ziel wird sein, eine Zeit/Blenden-Kombination zu wählen, welche keine Über- oder Unterbelichtung des Bildes zur Folge hat und das Bild in den Schatten und Lichtern gute Details zeigt.
Mit der Änderung der Parameter kann man das Erscheinungsbild der Aufnahme drastisch verändern. Die Veränderung der Verschlussgeschwindigkeit kann die Abbildung von Bewegung im Bild unterstützen oder zerstören. Die Wahl einer anderen Blende beeinflusst die Größe der Schärfenebene.
Blende und Verschlussgeschwindigkeit beeinflussen sich umgekehrt proportional. Mit anderen Worten: verändert man einen Parameter in die eine Richtung – z.B. geringere Verschlussgeschwindigkeit, um Bewegung einzufrieren -, so muß man den anderen Parameter in die andere Richtung verändern, hier also die Blende vergrößern, um ein gleichermaßen richtig belichtetes Bild zu erhalten, also die gleiche Menge Licht zum Sensor zu lassen. Verschiedene Kombinationen von Blende und Verschlusszeit führen zum gleichen Ergebnis, also der gleichen Lichtmenge, die zum Sensor gelangt.

Viele Kameras bieten einen Programm-Modus, der es ermöglicht, durch diese verschiedenen gleich belichtenden Kombinationen zu gehen und eine zum gewünschten Effekt passende Einstellung auszuwählen. Die Kamera mißt dabei die Belichtung und schlägt eine Kombination wie in der Vollautomatik vor. Man hat nun die Möglichkeit, diese Kombination zu verändern, aber nur in dem Maße, dass die Gesamtbelichtung immer gleich bleibt wie in der Vollautomatik auch. Wenn man also z.B. eine größere Schärfentiefe wünscht, paßt man nach der Messung einfach die Blende an, die Kamera läßt dann nur Verschlusszeiten zu, die die Gesamtbelichtung nicht verändern. Diese Verschiebungsautomatik ist also sehr nützlich, wenn man oft den Automatik-Modus verwendet.

Die Belichtungsmessung Ihrer Kamera wird eine Blenden/Zeit-Kombination wählen, bei der das Bild korrekt belichtet und gut ausgewogen ist. Manchmal ist eine solche Ausgewogenheit aber nicht erwünscht. Man möchte vielleicht das Bild mehr oder weniger belichten können, um bestimmte Bildteile hervorzuheben. Dazu benötigt man eine Belichtungskorrektur in der Kamera, mit der man schell die Belichtungsmessung der Kamera in die eine oder andere Richtung übersteuern kann. Diese Möglichkeit bieten heute selbst einfachste Kompaktkameras. Man kann mit der Belichtungskorrektur meist in halben oder drittel Blendenstufen bis zu insgesamt zwei Blendenwerte über- oder unterzubelichten.
Der Vorteil einer Belichtungskorrektur liegt darin, daß man sich nicht um absolute Werte kümmern muß, sondern in Relation zur gemessenen Belichtung arbeiten kann, und z.B. einfach eine Blende unterbelichten kann.
Weil diese manuelle Eingriffsmöglichkeit so wichtig ist, ist es sinnvoll, sie schnell und einfach erreichen zu können. Man benötigt also eine Kamera mit einer externen Bedienmöglichkeit für die Belichtungskorrektur, am sinnvollsten mit einer Einblendung der Korrektur im Sucher oder auf dem Display. Wenn die Kamera eine Korrektur nur über das Kameramenü zulässt, so sollte man sicher sein, daß man die Funktion schnell findet und einstellen kann.

Falls die Kamera, die man ausgewählt hat, eine Belichtungskorrektur nur über das Drücken mehrerer Bedienknöpfe gleichzeitig zulässt, so sollte man die Bedienung beim Händler ausprobieren. So geht man sicher, daß man die Funktion auch exakt bedienen kann und nicht die Kontrolle über alles andere verliert bzw. die Kamera einem dabei aus der Hand gleitet.

Die Verschiebungsautomatik und die Belichtungskorrektur decken meist den größten Bedarf an manuellen Eingriffsmöglichkeiten ab. Man kann gezielt bestimmte Belichtungskombinationen wählen und bewußt über- oder unterbelichten. Wenn die Kamera diese Eingriffe im Sucher oder auf dem Display darstellen kann, ist das sehr vorteilhaft..

Quelle: Beitrag im DSLR-Forum von User Scorpio

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