Low-Key-Fotografie

Manchmal sieht man Fotos, bei denen man im ersten Augenblick meint, daß sie zu dunkel erscheinen, daß sie gar unterbelichtet sind. Betrachtet man sie genauer, erkennt man allerdings alle bildrelevanten Details, selbst Schatten haben noch Zeichnung.
Low-Key oder unterbelichtet? Das ist die Frage. 😉
Low-Key-Aufnahmen sind ein spezieller Stil der Fotografie. Im Bild überwiegen die dunklen Farb- bzw. Grautöne, deswegen wird ein Low-Key-Bild von Anfängern gerne mit einer Unterbelichtung verwechselt. Tatsächlich ist eine Low-Key-Aufnahme keineswegs unterbelichtet, sondern enthält die gesamte Bandbreite der Tonwerte, eben mit dem Schwerpunkt in den Tiefen des Histogramms.
Histogramm eines unterbelichteten FotosDer Unterschied zwischen einem Low-Key-Bild und einer unterbelichteten Aufnahme läßt sich am besten im Histogramm erkennen. Die Bilder wirken aufgrund des geringen Tonwertumfangs bei einer Unterbelichtung trübe, flau und grau, weil die hellen Anteile fehlen und die Schatten zulaufen. In den ganz dunklen Bereichen ist keine Zeichnung mehr vorhanden, denn die Tonwertverteilung reicht bis an den Maximalwert von Schwarz heran, ohne vorher abzufallen.
Histogramm der nachfolgenden Low-Key-AufnahmeIm Histogramm eines Low-Key-Fotos verteilen sich die Tonwerte über den gesamten Bereich. Der Schwerpunkt liegt bei den dunklen Tönen, aber man erkennt auch im hellen Bereich vorhandene Tonwerte. Auf der linken Seite erfolgt ein Abfall der Kurve vor dem reinem Schwarz, so daß noch Zeichnung in den Schatten vorhanden ist. Das Bild ist korrekt belichtet. Oft liest man, daß man Low-Keys macht, in dem man das geplante Bild einfach um zwei oder sogar mehr Blenden unterbelichtet. Das ist Blödsinn.

Bild zum Low-Key-HistogrammLow-Key-Fotografie ist ein technischer Stil, der viel Wissen, Erfahrung und Verständnis für Lichtführung und Belichtung erfordert. Die Aufnahmen sind sorgfältig zu planen, denn auch das Motiv selbst ist entscheidend, ob man ein perfektes Low-Key-Bild erhält. Mit einem hellhäutigen Model in weißem Kleid vor hellem Hintergrund wird man nie eine Low-Key-Aufnahme erstellen können. 😉

Shooting-Planung Oktober

Derzeit bereite ich noch drei Outdoor-Shootings vor. Zunächst werde ich mit Carmen im Schloßpark in Moers Aufnahmen machen. Bei dem Shooting hoffe ich, daß ein bekannter Hobbyfotograf mitkommen wird, denn er möchte gerne noch „etwas lernen“, und ich hätte gleichzeitig einen „Beleuchtungsassistent“ dabei. 😉
Da es wieder ein zeitlich kurzes Shooting wird, habe ich keine Visagistin eingeplant. Carmen kann sich ausreichend genug selbst schminken. Abgesehen davon, könnte es witterungsbedingt sowieso ein Regenshooting werden. Wie das Eisenbahn-Shooting in Neuss im Juni gezeigt hat, mag Carmen gerne ausgefallene Sachen, so daß wir auch nicht zwingend aufgrund des Wetters das Shooting ausfallen lassen werden. 🙂
Eine erfreuliche Anfrage erreichte mich am vergangenen Sonntag. Da zeigt sich wieder, wie gut Mundpropaganda resultierend aus der guten Zusammenarbeit mit Models ist. 🙂 Lisa, die Freundin von Denise, die beim Shooting in Moers bereits als Begleitung dabei gewesen ist, hatte nach einem Shooting gefragt. Glücklicherweise habe ich demnächst noch einen Samstag Zeit. Wir haben dann ein kleines Herbst-Shooting im Schönhausen-Park in Krefeld geplant. Ein paar Probeaufnahmen hatte ich von Lisa schon in Moers gemacht, so daß ich davon ausgehen kann, daß wir auch bei einem eigenständigen Shooting gute Ergebnisse erhalten werden. Dieses Shooting erfordert wieder etwas mehr Vorbereitung von meiner Seite, da Lisa Anfängerin ist, und wenig Erfahrung mit dem Posing hat. Ich werde mir vorher auch noch einmal den Park anschauen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie es aktuell dort ausschaut. Da ich bisher nur im Frühjahr / Sommer dort Aufnahmen gemacht habe, kann ich nach der Location-Besichtigung ein paar neue Aufnahme-Szenen planen.
Wenn Denise Ende Oktober aus Australien zurück ist, werde ich mit ihr nochmal im Nordpark ein Shooting durchführen. Wir hatten beim letzten Mal ein paar Schwierigkeiten mit den Lichtverhältnissen, so daß wir nicht die Aufnahmen so umsetzen konnten wie gewünscht. Je nach zu erwartetem Wetter, werde ich versuchen einen Assistenten zu bekommen, der mit Reflektor und/oder Diffusor für „schönes“ Licht sorgen kann. 😉

Regionalzeitung Sportsicht

Wie so oft zeigt sich wieder einmal, das jede Medaille zwei Seiten hat. 😉 Einerseits hat sich meine Tätigkeit im Bereich der Sportfotografie positiv entwickelt, 🙂 andererseits habe ich dadurch weniger Zeit mich mit der „richtigen“ Fotografie zu befassen, und neue Artikel in diesem Blog gibt es auch seltener. 🙁
Logo der Regionalzeitung SportsichtAufgrund der Bilder in meiner Internet-Galerie hatte sich im Juli Jan van der Velden, der Redakteur der Sportsicht, bei mir gemeldet. Die präsentierten Fotos gefielen ihm, und er fragte nach, ob ich regelmäßig Sportbilder aus Krefeld liefern könnte. Da ich mit den Bilder-Agenturen nicht so gute Erfahrungen gemacht hatte, sehr hoher Aufwand bei wenigen Veröffentlichungen, habe ich die Gelegenheit genutzt, und eine Zusammenarbeit vereinbart.
Der „Streß“ ist zwar nicht weniger, aber dafür weiß ich, daß die Bilder, die ich liefere, garantiert veröffentlicht werden. Bei annähernd gleichem Zeitaufwand gegenüber der Agentur-Arbeit, besuche ist mehr Veranstaltungen, dadurch werden mehr Fotos veröffentlicht (sogar mit meinem Namen, was einen weiteren Werbeeffekt hat) und ich habe weniger Kilometer dafür zurückzulegen. 🙂
Die Sportsicht ist eine neue Sport-Regionalzeitung für das Gebiet Krefeld, Kempen und Viersen, die erste Ausgabe erschien am 10.August 2009. Aufhänger für die breite Kundschaft sind zwar Borussia Mönchengladbach (Fußball) und die Krefeld Pinguine (Eishockey), aber in erster Linie wird über die unterschiedlichsten Sportarten berichtet, bis in die unteren Ligen hinein.
Vor Kurzem habe ich noch im Borussia-Park mit 50.000 Zuschauern gesessen, jetzt in der Kreisliga bei z.B. Preußen Krefeld mit 50 Leuten zusammen gestanden. 😉 Viele Hobbyfotografen wünschen sich den ersten Fall, mir persönlich ist die zweite Variante lieber. Man hat eher persönlichen Kontakt und lernt Stadt und Leute kennen, mancher Zuschauer oder „Offizieller“ kommt und fragt, für wen man fotografiert. Vor allem in den unteren Ligen ist man es überhaupt nicht gewöhnt, daß Fotografen auftauchen, denn die großen Lokalzeitungen haben gar nicht den Platz ausführlich über den lokalen wie regionalen Sport zu berichten, dort sind nur die höherklassigen Vereine im Fokus. Deshalb hoffe ich auch, daß sich die Sportsicht am Markt durchsetzt. Zum einen natürlich, weil ich regelmäßig mit Veröffentlichungen rechnen kann, zum anderen aber auch fürs Ego, da ich sozusagen zu den „Gründervätern“ gehöre und seit Ausgabe 1 dabei bin. 😉

Wie lernt man am besten Fotografieren?

Aufgrund der Bildkritik wird man versuchen, beim nächsten Shooting die bemängelten Punkte zu verbessern. Zusätzlich kann man auch professionelle Unterstützung suchen. Fast überall gibt es mittlerweile Workshops zu den unterschiedlichen Themen der Fotografie. Leider gibt es bei diesen Angeboten genauso wie in anderen Bereichen gute und schlechte Anbieter. Wie erkennt man nun ein seriöses Angebot?
Ist ein Workshop von vornherein als Model-Sharing ausgeschrieben, dann sollte man als Anfänger auf eine Teilnahme verzichten. Bei diesem Angebot erhält man selten theoretische wie praktische Unterstützung. Es geht eher darum, daß sich mehrere Fotografen die Studio- und Modelkosten teilen. Dafür hat dann jeder Teilnehmer eine entsprechende Zeit verfügbar, in der er mit dem Model Aufnahmen machen kann. Man ist also auf sich allein gestellt, und wenn man wenig Kenntnisse über Studiotechnik besitzt, und auch mit den Posing- Anweisungen fürs Fotomodel nicht vertraut ist, dann wird man nur wenig Nutzen aus dieser Art Workshop ziehen. 🙁
Bei der Ausschreibung des Workshops sollte man darauf achten, wieviel Zeit für wieviele Fotografen verfügbar ist, und wieviele Modelle und Trainer anwesend sind. Bei sechs Fotografen, einem Fotomodel und vier Stunden Workshop kann man sich leicht ausrechnen, wieviel Zeit einem bleibt, um Aufnahmen zu machen. In dieser Zeit sollte der Workshopleiter einem die Technik und den Lichtaufbau erklären, sowie bei der Bildgestaltung und dem Posing helfen. Es kann sich jeder selber vor Augen führen, ob ihm die errechnete Zeit ausreicht, und er etwas aus dieser Veranstaltung lernen kann.
Man sollte also darauf achten, daß das Verhältnis von teilnehmenden Fotografen, zur Anzahl der Fotomodelle und Trainer stimmt. Drei bis vier Teilnehmer pro Model und Trainer scheint eine sinnvolle Anzahl zu sein. Und damit wirklich Wissen vermittelt werden kann, sollte der Workshop mindestens sechs Stunden dauern. Manchmal findet man in der Ausschreibung auch schon Hinweise auf den Ablauf. Gute Workshops beginnen erst mit einem Theorieteil, in dem der Trainer zu einem Thema referiert. Danach geht es dann zum praktischen Teil über und man macht Aufnahmen mit dem Fotomodel. Im Idealfall gibt es zum Abschluß noch die Möglichkeit einer Bildbesprechung über die zuvor angefertigten Fotos. 🙂
Um sich wirklich fotografisch weiterzuentwickeln, sollte man die Angebote gut prüfen. Günstige Workshops sind selten brauchbar. Erst wenn man genügend Erfahrung gesammelt hat, lohnen sich diese „Model-Sharings“. Dann erhält man umgerechnet oft eine kostengünstige Gelegenheit mit einem Fotomodel im Studio zu arbeiten. In der Kürze der Zeit kann man sicher zwei, drei Ideen umsetzen. Außerdem braucht man sich nicht um die Organisation zu kümmern. Studio und Model sowie Technik sind verfügbar. Man braucht sich für dieses Shooting nur aufs Fotografieren vorbereiten, also Bildideen sammeln und Requisiten besorgen. 😉

Outdoor-Shooting mit Carmen

Über die Model-Kartei habe ich Carmen gefunden. Bei dem bei mir üblichen Vorab-Treffen hatte ich den Eindruck gewonnen, das sie aufgeschlossen, interessiert und engagiert ist. Bestätigt wurde meine Einschätzung bei unserem ersten Outdoor-Shooting im Schönhausen-Park in Krefeld. 😉 Zwar fiel der geplante Termin im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, aber tags darauf meldete sich Carmen sofort, und fragte nach, ob wir unser Shooting nicht spontan noch gegen abend nachholen könnten. Da es auch bei mir zeitlich paßte und das Wetter mitzuspielen schien, haben wir die Gelegenheit genutzt. Und es hat sich gelohnt. 🙂
Auch wenn Carmen mehr oder weniger direkt von der Arbeit aus zum Shooting gekommen ist, so war ihr das nicht anzumerken. Sie war konzentriert und begeistert bei der Sache, brachte sich auch kreativ mit ein, setzte aber auch Anweisungen genau um. Es war ein einfaches und unkompliziertes Arbeiten mit ihr. Aufgrund unseres Vorgesprächs wußte ich, daß sie auch gerne einmal Aufnahmen an stillgelegten, verwitterten Bahngleisen machen möchte. Glücklicherweise war mir eine Stelle bekannt, an der sogar noch alte Wagons abgestellt sind. Aufgrund der positiven Erfahrung aus dem ersten Shooting, haben wir gleich einen Folgetermin für diese Location vereinbart. Aktuell sieht es so aus, daß ich mein nächstes „Stamm“-Fotomodel gefunden habe, mit dem ich längerfristig zusammenarbeiten werde. 🙂

Outdoor-Shooting mit Carmen in KrefeldOutdoor-Shooting mit Carmen in KrefeldOutdoor-Shooting mit Carmen in KrefeldOutdoor-Shooting mit Carmen in Krefeld

Fotomodel Carmen: Sedcard Model-Kartei