Vorbereitung zum Studio-Shooting mit Roxana

Im Regelfall führe ich derzeit nur TfP-Shootings durch, d.h., ich bezahle das Fotomodel mit einer Foto-DVD und nicht mit Geld. Für das Model ist das Shooting weitestgehend kostenlos, nur bei aufwendigeren Projekten findet eine gemeinsame Beteiligung an den Studio- und Visakosten statt, vor allem dann, wenn das Model spezielle Wünsche hat, die realisiert werden sollen. Möchte ich gerne spezielle Aufnahmen machen, zu denen mir das notwendige Model fehlt, dann plane ich ein Pay-Shooting ein oder nehme an einem entsprechenden Event teil, z.B. bei Wildoranges.
Für die Bereiche Portrait bis Fashion konnte ich über die Model-Kartei bereits neue Kontakte zu Fotomodellen aus der näheren Umgebung knüpfen. Es fehlt mir allerdings noch ein Model für die Bereiche Dessous, Erotik und Akt. Zufällig hat dann Roxana aus Wien angefragt, ob ich nicht an einer Zusammenarbeit interessiert bin, sie wäre auf NRW-Tour und daher in meiner Gegend. Nachdem ich mir ihre Sedcard angeschaut hatte, habe ich ein Shooting vereinbart. Aufgrund ihrer bisherigen Veröffentlichungen sowie Bewertungen habe ich es mit einem erfahrenen Fotomodel zu tun, daß auch bereit ist die von mir gewünschten Aufnahmen zu machen. Dieses Shooting ist zwar für mich nicht kostenlos, so haben wir uns doch auf ein akzeptables Honorar geeinigt, vor allem wenn ich daran denke, was bei manchem Workshop für eine Gebühr verlangt wird. Dort hat man insgesamt vielleicht eine Stunde Zeit für die Aufnahmen, wenn man alles zusammenrechnet. Ich habe nun vier Stunden Studio mit einem Model allein für mich. Man kann in Ruhe arbeiten, das Licht einstellen wie man möchte, einiges ausprobieren, sich zwischenzeitlich die Bilder auf dem Laptop anschauen und ggfs. Posing, Kleidung und/oder Licht korrigieren.
Nachdem feststand, daß wir zusammenarbeiten werden, hatte ich zuerst ein Mietstudio zu suchen und zu buchen, da ich kein eigenes Foto-Studio besitze. Aus dem Grund war es von Vorteil, daß wir frühzeitig unser Shooting geplant haben, denn gerade an Wochenenden sind Mietstudios im Allgemeinen recht schnell ausgebucht. Unser Termin im Mai war noch frei, so daß keine weitere Terminabsprache notwendig war, die vielleicht sogar zur Absage hätte führen können, wenn wir eventuell denn keinen gemeinsamen Termin mehr hätten finden können.
Eine Visagistin benötigen wir für die geplanten Aufnahmen nicht, dazu reichen die Fähigkeiten des Models aus, sich selbst zu schminken. Daher entfällt dieser Faktor bei der Terminplanung. 😉
Ein paar Ideen, die ich gerne umsetzen möchte, sind noch von früheren Shootings offen geblieben. Des weiteren habe ich mir neue Inspiration geholt, in dem ich mir die Veröffentlichungen in diversen Internet-Gallerien angeschaut habe, z.B. fotocommunity oder photoSig. Roxana habe ich vorab über einige grundlegenden Aufnahme-Ideen informiert, so daß sie sich entsprechend darauf einstellen kann, die geeignete Kleidung sowie Acessoires mitzubringen. Auch ich habe somit noch die Möglichkeit eventuell fehlende Requisiten zu besorgen.
Wir werden uns am Shooting-Tag etwas früher im Studio treffen, so daß wir dann die Einzelheiten der Aufnahmen abstimmen können. Roxana hat danach Zeit sich zu stylen, währenddessen ich in Ruhe das Lichtset aufbauen kann.
Mein bisheriges „Stamm“-Mietstudio ist mittlerweile geschlossen, deshalb bin ich nun zum ersten Mal im Mietstudio Niederrhein in Krefeld. Ich habe mir vorher schon einmal kurz das Studio angeschaut. Es ist ein sehr geräumiges Studio und von der technischen Ausrüstung her, dürfte es an nichts fehlen, da dort auch ein Geräteausleih möglich ist.
Das beruhigende an einem Pay-Shooting ist für mich, daß ich im nachhinein eben keine Foto-DVD zu erstellen habe. 🙂 Das ist immer der größte Streß-Faktor. Ich kann mir diesmal bei der Auswahl und Bearbeitung der Bilder Zeit lassen. 😉 Die ersten Ergebnisse wird es dann wieder hier zu sehen geben.

Fotomodel: Roxana
Studio: Tanala Mietstudio

Aufnahmebereiche in der Peoplefotografie

Foto-Aufnahmen von Menschen werden meistens in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Die folgenden Definitionen sind allerdings nur ein grober Ansatz, denn so strikt lassen sich die verschiedenen Aufnahmebereiche nicht trennen.Vor jedem Foto-Shooting sollten die Einzelheiten zwischen Fotograf und Model geklärt werden, damit es nicht zu Mißverständnissen während der Aufnahmen kommt.

  • Mode (Fashion)
    Fashion-Aufnahmen dienen in erster Linie der Präsentation von Bekleidung ggfs. mit Accessoires. Dessous- oder Bikinifotos fallen normerlweise nicht hierunter. Auch wenn das Model weitestgehend angezogen ist, so dürfen trotzdem weder Brustwarzen noch Schambereich in irgendeiner Form zu sehen sein.
  • Portrait
    Beim Portrait ist der Mensch das bildbestimmende Element, er wird in künstlerischer Art und Weise dargestellt. Hier sollen bestimmte Charakterformen des Fotografierten zum Ausdruck kommen. Da beim klassischen Portraitbild bestenfalls der Oberkörper bis zum Brustansatz aufgenommen wird, dürfen keine Brustwarzen eines weiblichen Models sichtbar sein.
  • Dessous / Bademode
    Diese Bilder zeigen Models in Dessous oder Bikini sowohl in Bild-Ausschnitt als auch in Ganzkörper-Aufnahmen. Häufig wird für erotische Fotos diese Aufnahmeform gewählt, da durch die Bekleidung der Jugendschutz gewahrt wird und diese Bilder im Regelfall unter FSK 16 liegen. Auch bei diesen Bildern dürfen weder Brustwarzen noch der Schambereich des Fotomodels sichtbar sein.
  • Glamour
    Glamour-Fotos stellen exklusive Aufnamen in aufwendigen Kleidern oder Kostümen dar. Ergänzend dazu wird oft auch ein aufwendiges Makeup und Styling verwendet, das die Bildaussage unetrstreichen und das Gesamtbild abrunden soll.
  • Teilakt (Topless) / Halbakt
    Die Darstellung in Teilakt bedeutet, daß der Oberkörper unbekleidet ist, es sich also um eine obenohne (topless) Aufnahme handelt. Der restliche Körper ist bekleidet oder zumindest z.B. mit einem Tuch verhüllt, so daß der Schambereich des Models verdeckt ist.
  • Klassischer Akt
    Fotos aus dem Bereich Klassischer Akt zeigen ein Model unbekleidet. Der Schambereich ist sichtbar, allerdings Schamlippen oder Klitoris nicht erkennbar.
  • Verdeckter Akt
    Der verdeckte Akt ist im Grunde eine Teilakt-Aufnahme, bei der das Model insgesamt unbekleidet ist, aber der Schambereich nicht sichtbar, also verdeckt ist.
  • Freizügiger Akt
    Freizügiger Akt ist ähnlich wie der klassische Akt, jedoch ist der Schambereich zu sehen. Schamlippen oder Klitoris sind zu erkennen und das Model kann auch in einer Nahaufnahme (Vagina / Penis) fotografiert werden.
  • Pinkshot
    Unter einem Pinkshot versteht man die Aufnahmen, auf denen das weibliche Geschlechtsorgan (Vagina, äußere Schamlippen, innere Schamlippen und Scheideneingang) gezeigt wird. Es heißt Pinkshot, weil vom Model die Schamlippen geöffnet werden und man die rosafarbene Haut der Vagina (das innere der Scheide) sieht. Ein Pinkshot ist die Steigerung vom „Freizügigen Akt“.
  • Softcore
    Bei Softcore-Aufnahmen ist der Schambereich eines Models deutlich zu sehen. Bei diesen Fotos ist z.B. der Pinkshot zu sehen oder das Model führt vor der Kamera des Fotografen Selbstbefriedigung durch (z.B . mit Toys oder mit den Fingern).
  • Hardcore (Adult)
    Bei Hardcore-Fotos ist der Schambereich eines Models ebenfalls deutlich zu sehen und das Model hat Sex vor der Kamera, also jede Art von Geschlechtsverkehr mit einem oder auch mehreren Partnern. Hardcore-Aufnahmen werden auch oft mit dem Synonym Adult ( erwachsen / Erwachsene ) bezeichnet.

Es versteht sich von selbst, daß Fotomodelle, die noch nicht volljährig sind, nur in den Bereichen Portrait, Mode und Glamour eingesetzt und abgelichtet werden. Solange keine aufreizenden Posen aufgenommen werden, sind im Einzelfall bei Modellen, die zumindest über 16 Jahre alt sind und solche Bilder wünschen, auch Aufnahmen im Bereich Bademoden und Dessous möglich. Allerdings halte ich persönlich es schon für sehr gewagt, solche Bilder anzufertigen und vor allem dann auch zu veröffentlichen. Bei Modellen unter 16 Jahre verzichte ich grundsätzlich auf diese Aufnahmen. Für diese Bilder ist eine gewisse körperliche sowie seelische Reife notwendig, die meiner Meinung nach bei Minderjährigen noch nicht gewährleistet ist.

Achtung!
Sind die Models zumindest über 16 Jahre alt, haben sie das Model-Release zu unterschreiben.
Bei Fotomodellen unter 18 Jahren haben beide Erziehungsberechtigten immer den Vertrag zu unterschreiben!