Arbeitsablauf – Importieren & Organisieren

Die ersten drei Schritte des Basis-Workflows lassen sich im Regelfall zusammengefassen, vor allem mit Lightroom wird der Arbeitsablauf sehr einfach. Man kann selbstverständlich auch manuell die Bilder von der Speicherkarte auf den Computer kopieren, und dann mit einem kostenlosen Progamm wie z.B. dem FastStone Image Viewer die Dateien umbenennen, sowie grundlegende Metadaten hinzufügen.
Bevor man die Bilddateien auf den Computer lädt, sollte man sich die Namensvergabe überlegen. Mit den Originalnamen wie z.B. „_MG6523.cr2“ kann man wenig anfangen, genauso wenig wie mit „Urlaub_auf_Mallorca_im Sommer_2009_Nr2353.cr2“. 😉 Die Benennung und Organisation der Bilder hängt natürlich davon ab, was und wieviel man fotografiert. Ich habe mich dazu entschlossen, jeweils übergeordnet einen Jahresordner anzulegen, und in diesen dann pro Shooting einen Unterorder zu erzeugen. Somit kann ich selbst auf Systemebene schnell ein Shooting wiederfinden, und z.B. einfach Daten sichern, in dem ich dann einzelne Ordner auf externe Speichermedien kopiere bzw. eine DVD brenne. Die Shooting-Ordner benenne ich nach dem Model und ergänze den Namen noch mit dem Datum, da ich schon mal häufiger mit dem selben Model zusammenarbeite. Da ich nur wenige Shooting-Termine im Jahr habe, reicht mir als Hinweis z.B. „Denise_20100110“ aus, um zu wissen, um welche Bilder es sich handelt. Die Bilddateien benenne ich in der Form „Datum_TJ_lfdNr“, also z.B. „20100220_TJ_001.cr2“. Die Fotomodelle bekommen eine Auswahl der Bilder, aus denen sie diejenigen Fotos aussuchen können, die ich für sie dann bearbeite. Somit finde ich schnell die entsprechenden Aufnahmen wieder, wenn sie mir die Dateinamen übermitteln. Aufgrund des Modelnamens und des Datums finde ich sofort in den richtigen Ordner, so daß ich nur noch die Bildnummer zu suchen brauche. Mein Namenskürzel im Dateinamen dient dem Model als Hinweis, damit es weiß, von wem die Fotos sind. 🙂
Nach diesen Vorüberlegungen lassen sich nun die Bilder von der Speicherkarte ganz einfach auf die Festplatte kopieren, sofort umbennen und in den Katalog von Lightroom importieren. Im Import-Dialog dieser Software kann man den entsprechenden Ordner auswählen bzw. anlegen, in den die Bilddateien kopiert werden sollen. Man kann sogar gleichzeitig eine Sicherungskopie in einen anderen Ordner erstellen lassen. Außerdem kann man den neuen Dateinamen angeben und den Startwert der lfd. Nummer festlegen, so daß beim Import die Dateien sofort umbenannt werden. Für die Metadaten lassen sich sogenannte „Presets“ erstellen, in denen erste grundlegende Informationen hinterlegt werden können, z.B. Fotografen-Name, Kontaktdaten und allgemeine Suchbegriffe.
Damit habe ich die Bilder organisiert und gespeichert im für mich richtigen Ordner mit dem gewünschten Dateinamen und mit elementaren Metadaten. Die ersten Schritte des Arbeitsablaufs sind erledigt, jetzt kann ich die Sichtung und Auswahl der Bilder vornehmen.

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