Digitales Rauschen

Digitales Rauschen wird durch die Wärme des Sensors erzeugt. Es tritt besonders bei Langzeitbelichtungen auf, da der Sensor umso heißer wird, je länger er belichtet wird. Außerdem tritt das Rauschen bei höheren ISO-Werten auf. Hierdurch wird schnell klar, daß der Fotograf in erster Linie bei schlechten Lichtverhältnissen mit digitalem Rauschen zu tun bekommt. Entweder belichtet man unter den Bedingungen länger oder man erhöht den ISO-Wert, um mit höherer Sensorempfindlichkeit kurze Belichtungszeiten zu erhalten.
Digitales Rauschen macht sich vor allem in dunklen Bildbereichen bemerkbar, in dem zufällige Farbpixel auftreten. Man spricht dabei vom Farbrauschen. Seltener kommen helle (weiße) Pixel vor, dann bezeichnet man es als Luminanzrauschen. In beiden Fälle gibt es mittlerweile die Möglichkeit im nachhinein bei der Bildbearbeitung das Rauschen zu reduzieren, wenn nicht sogar ganz zu beseitigen. Der Erfolg hängt eben von der Stärke des Rauschens ab, sowie von der verwendeten Software.
Der Nachteil bei der Rauschunterdrückung ist eben die nicht beabsichtigte Bildmanipulation, für gewöhnlich geht ein Teil der Kantenschärfe verloren. Eine nachträgliche Schärfung führt dann wiederum zu anderen Problemen.
Wenn man nicht gerade Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung macht oder in schlecht beleuchteten Räumen ohne Blitzlicht fotografiert, sollte man allerdings wenig Schwierigkeiten mit dem Rauschverhalten des Sensors bekommen. Die aktuellen Kameras arbeiten bis ISO 400 annähernd rauschfrei, und hochwertige Spiegelreflex-Kameras liefern sogar noch bei ISO 1600 sehr gute Ergebnisse.

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